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Film+10

Themenschwerpunkt

Erzählen und Montage

Auf höchstem Niveau

»Monster« hautnah

Erzählung ambivalenter Hauptfiguren im protagonisten-basierten Schnitt
Es ist allgemein nicht leicht, Protagonisten zu erzählen, deren Motive und Handlungen ethisch fragwürdig und die nicht klar dem Typus »sympathische, zur Identifikation einladende Hauptfigur« zuzurechnen sind. Mit welchen dramaturgischen Mitteln gelingt es besonders in der Montage, ein größeres Publikum an eine ambivalente oder sogar klar negative Hauptfigur zu binden? Und wie weit kann man, wie weit muss man mit der Negativität gehen? Wie wird Empathie erzeugt für einen Vergewaltiger und was muss man beachten beim Ausloten dieser heiklen Grenzen in Figurenzeichnung und Bildsprache? In welche Beziehung setzt der Schnitt die Zuschauer mit dem »Bösen«? Anhand ganz konkreter Beispiele geben die Editorinnen Uta Schmidt und Mona Bräuer in diesem Praxis-Panel Einblicke in ihre Annäherung an die ambivalent gezeichneten Hauptfiguren in Vier Minuten und Der freie Wille.

Termin

Montag, 29. November 2010 um 14:30 Uhr
Filmforum im Museum Ludwig

Panelteilnehmer

Mona Bräuer, Uta Schmidt

Panelmoderation

Kyra Scheurer (Künstlerische Leiterin Film+, Kuratorin Themenschwerpunkt)

 

In Kooperation mit der Kunsthochschule für Medien Köln (KHM)
Film+ ist eine Veranstaltung des Filmverlags Schnitt in Zusammenarbeit mit der Filmstiftung NRW und der Stadt Köln
und wird unterstützt von der Stiftung Kulturwerk der Verwertungsgesellschaft BILD-KUNST